| Hoch aktuelle Antiquität (...) Klassisches Bildungsgut, verstaubt und versteinert? Dass die Tragö-dien-Trilogie noch längst, nicht auf den Müllhaufen der (Literatur-)Geschichte gehört, beweist Tilman Gersch mit seiner Inszenierung am Staatstheater Schwerin. Ein großer Wurf im Großen Haus.
Imposant das Bühnenbild von Henrike Engel mit mächtig ansteigender Rampe als Chiffre für antike Herrschaftsarchitektur. (...)
(...) Stumm hinter dem Glas klagen die Toten die Lebenden an - und den Wahnsinn der Blutrache. Ein schwarzes Requiem hat der Regisseur trotzdem nicht inszeniert. Stattdessen helle Töne und schneller Witz. Der Geist kritischer Aufklärung weht drei Stunden lang und pustet alle Antiquiertheiten weg. (...)
von Herman Hofer
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