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    1563 - 1835 | 1836 - 1918
    Der 17. Juni 1563 darf als erstes festes Datum der Schweriner Musik- und Theatergeschichte gewertet werden: Herzog Johann Albrecht I. beruft David Köler als Hofkapellmeister zwecks Gründung einer Hofkapelle. Die daraus hervorgegangene Mecklenburgische Staatskapelle Schwerin gilt demzufolge als drittältestes Orchester in Deutschland. 1662 ist die Mitwirkung der Hofmusikanten bei "Comödien" belegt. 1701 hat die Hofkapelle unter dem namhaften Johann Fischer 12 Mitglieder. 1754 wird ein bedeutender Musiker der Frühklassik Schweriner "Hof- und Kapellkompositeur": Johann Wilhelm Hertel.

    1753 gründet Conrad Ekhof, Mitglied der über einige Jahre häufig in Schwerin spielenden, damals besten deutschen Schauspieltruppe, der Gesellschaft von Johann Friedrich Schönemann, in Schwerin die erste deutsche Ausbildungsstätte für den Schauspielerberuf, eine Schauspielerakademie. Ekhof, Mitstreiter Lessings in Hamburg, geht später als "Vater der deutschen Schauspielkunst" in die Geschichte ein; Hamburg und Schwerin dürfen für sich in Anspruch nehmen, die Geburtsstätten des deutschen Nationaltheaters zu sein.

    1756 übernimmt Friedrich (der Fromme) die Regierung, der zwar das musikalische Leben, vor allem die Kirchenmusik, lebhaft fördert, aber Theater und Tanzmusik unterdrückt. Unter Friedrich muss die Hofkapelle im Jahre 1767 für 70 Jahre ihren Sitz in der neugeschaffenen herzoglichen Residenz Ludwigslust nehmen. Die Mecklenburg-Schwerinsche Hofkapelle wird 1782 zu den 20 besten in Deutschland gezählt.

    1785 wird Friedrich Franz I. Herzog von Mecklenburg-Schwerin und später Großherzog. Auch er fördert die Hofkapelle in außergewöhnlichem Maße. 1789 wird Kapellmeister Franz Anton Rösler (gen. Rosetti), namhafter Vetreter der europäischen Klassik, zum Hofkapellmeister ernannt. Etwa ab 1790 sind Opernaufführungen in Ludwigslust zu verzeichnen, um die Jahrhundertwende u.a. Werke von Benda, Paisiello und Méhul, etwas später die systematische Pflege der Opern von Gluck, Haydn, Beethoven und Weber.

    1801 gründet Friedrich Franz I. eine neunköpfige "Harmonie", die bald auf 12 Mitglieder anwächst und 1839 mit der Hofkapelle vereinigt wird. Das seit 1803 von Louis Massonneau als Leiter der Hofkapelle geführte Repertoireverzeichnis nennt - insbesondere zu den Danksagungsfesten nach dem Sieg über Napoleon - zahlreiche Aufführungen kirchenmusikalischer Werke von Haydn und Mozart. In Schwerin gibt es seit 1814 "Liebhaber-Konzerte".

    1824 - 35 wirkt der tüchtige J.C. Krampe in Schwerin und Doberan als Theaterdirektor. Durch seine Initiative kommen einzelne, besonders gut besetzte Opernaufführungen zustande, bei denen die offenbar wenig leistungsfähige Schweriner Stadtkapelle durch Hofmusiker aus Ludwigslust verstärkt wird (z.B. 1831 "Die Stumme von Portici").

    Text: Horst Schwarz-Linek

    1836 - 1918   

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